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Eines der spätmittelalterlichen Schlösser Württembergs
Residenzschloss Urach

Donnerstag, 28. Mai 2020

Residenzschloss Urach, Bad Urach | Allgemeines 31. Mai 1503: Todestag von Barbara Gonzaga von Mantua

Barbara Gonzaga von Mantua, geboren am 11. Dezember 1455, gestorben am 31. Mai 1503, kam als Braut von Graf Eberhard V. nach Urach, wo im April 1474 die glanzvolle Hochzeit gefeiert wurde. Sie brachte Prunk und italienisches Flair in die württembergische Residenz, zugleich erschwerten ihr sprachliche und kulturelle Hürden das Einleben in ihrer neuen Heimat.

WAS VERBAND BARBARA GONZAGA MIT URACH?

Durch ihre Hochzeit mit Graf Eberhard V. im Bart kam Barbara 1474 nach Urach. Das eher bescheidene Leben in der kleinen Residenzstadt hatte nichts mit ihrem eleganten Lebensstil in Mantua gemein. Von dort war sie eine glänzende Hofhaltung und den regen Austausch mit Künstlern und Gelehrten gewohnt. Mit ihrer üppigen Aussteuer brachte sie ein wenig italienischen Glanz nach Urach und an den württembergischen Hof, dem sie seit 1495 als erste Herzogin des Landes vorstand. So führte sie verschiedene, bis dahin unbekannte Kräuter und den Spargel in Urach ein, den sie in ihrem Garten anbaute.

 

WIE WURDE DIE HOCHZEIT GEFEIERT?
Mit Spannung wurden die Ankunft des prunkvollen Brautzugs und das mächtige Gefolge Barbaras in Urach erwartet. Eberhards Residenzstadt putzte sich für die Braut und das prächtige, mehrere Tage dauernde Hochzeitsfest heraus. Die Feierlichkeiten gerieten zu einer einzigartigen Demonstration fürstlichen Selbstverständnisses des Bräutigams. Eberhards Stolz auf seine Ehefrau und seine neue Verwandtschaft wurde mit einem ungeheuren logistischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Aufwand zur Schau gestellt.

 

WAS FÜR EINE EHE FÜHRTEN BARBARA UND EBERHARD?

Die Ehe zwischen Eberhard und Barbara wurde in gegenseitigem Einverständnis geschlossen. Das Brautpaar verband zunächst eine innige Zuneigung, auch wenn sprachliche Schwierigkeiten zu Beginn der Ehe erst überwunden werden mussten. Inspiriert durch seine Frau entwickelte sich Eberhard zu einem großen Verehrer Italiens und des Humanismus, wodurch die Kultur der Renaissance in Württemberg Einzug hielt. Der Tod der einzigen gemeinsamen Tochter im Alter von wenigen Monaten belastete die Beziehung jedoch zusehends.

 

AUS WELCHEN FAMILIENVERHÄLTNISSEN STAMMTE SIE?

Barbara hatte durch ihre Mutter Barbara von Brandenburg deutsche Wurzeln. Am weltoffenen Hof ihres Vaters Ludovico II., Markgraf von Mantua, wuchs Barbara im Geist der Renaissance auf. Hier lernte sie Wissenschaftler und Künstler kennen. Am bescheidenen württembergischen Hof fühlte sich Barbara nicht wohl. Zeit ihres Lebens hatte sie großes Heimweh nach Italien und ihrer Familie. Ihre Hoffnung auf eine Rückkehr nach dem Tod Eberhards erfüllte sich nicht. Sie starb am 31. Mai 1503 in Böblingen.

 

Information

Residenzschloss Urach

ÖFFNUNGSZEITEN

Di - Fr 12.00 - 17.00 Uhr

Sa, So & Feiertag 10.00 bis 17.00 Uhr

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