Eines der spätmittelalterlichen Schlösser Württembergs

Residenzschloss Urach

Eine Residenz muss her

Ludwig I.

von Württemberg

Im Vertrag von Nürtingen wurde Württemberg unter den Brüdern Ludwig I. und Ulrich V. geteilt. Graf Ludwig I. (1412–1450) beschloss daraufhin, Urach als seine neue Residenz auszubauen und das Uracher Schloss zum Residenzschloss zu erheben.

Außenansicht von Schloss Urach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Sein neues Residenzschloss.

Was verbindet Ludwig I. mit Urach?

Das ehemalige Residenzschloss, wie wir es heute kennen, geht in seinen Grundfesten auf Ludwig I. zurück. Im Vertrag von Nürtingen teilten 1442 Ludwig I. und sein Bruder Ulrich V. Württemberg unter sich auf. Ludwig erhielt den Uracher Teil mit den Gebieten im Westen und Süden des Landes inklusive der Gebiete im Elsass sowie Mömpelgard. Ludwig I. ernannte Urach zu seiner Residenz und begann den Ausbau der Residenzstadt. Dazu gehörte auch der Ausbau des neuen Schlosses.

Porträt Ludwigs I., Glasmalerei in der Tübinger Stiftskirche; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Ludwig I. als Fürbitter.

Was waren Ludwigs Verdienste?

Mit nur 14 Jahren bestieg Ludwig I., der älteste Sohn Graf Eberhards IV. und Henriettes von Mömpelgard, den Grafenthron. 1436 heiratete er Mechthild von der Pfalz, mit der er fünf Kinder hatte. Zu seinen großen Verdiensten zählen außer dem Ausbau der Residenz Urach die Erweiterung des Tiergartens und die Gründung der Kartause Güterstein. Dort wurde er zunächst auch begraben, bevor seine sterblichen Überrreste in die Tübinger Stiftskirche umgebetet wurden.

Was für ein Regent war Ludwig?

Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit erfreute sich der junge Graf einer großen Beliebtheit bei Städten und Klöstern, die sich unter seinen Schutz begaben. Da er eine Politik der Einigung mit Fürsten und Rittern betrieb, genoss er auch beim Kaiser ein hohes Ansehen. Die Stärkung der Klöster in seinem Einflussbereich brachte ihm das Wohlwollen der Kirche ein. Den mächtigen Wittelsbachern und Habsburgern näherte er sich durch Bündnisse an. Seine Regierungszeit war jäh zu Ende: Ludwig starb mit 38 Jahren an der Pest.

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