Schloss Urach

Am Rande der Schwäbischen Alb in Bad Urach befindet sich das einzige erhaltene spätmittelalterliche Residenzschloss Württembergs. Ab 1443 nach der Teilung der Grafschaft als Sitz Graf Ludwigs I. von Württemberg nach dem Vorbild des Alten Schlosses in Stuttgart erbaut, feierte hier 1474 Graf Eberhard im Bart mit Barbara Gonzaga von Mantua ein rauschendes Hochzeitsfest. Nachdem die Grafschaft Württemberg im Jahr 1482 wieder vereinigt wurde, blieb es ein beliebtes Aufenthalts- und Jagdschloss der württembergischen Herzöge. Auch Herzog Carl Eugen (1728-1793) liebte es, sich in den Uracher Schlossräumen aufzuhalten und prunkvolle Jagden zu veranstalten.

Die Dürnitz, der Palmensaal, der Goldene Saal und verschiedene andere Räume zeugen von den Geschmäckern der verschiedenen Besitzer des Schlosses. So gehört etwa der Goldene Saal zu den schönsten erhaltenen Renaissancesälen und im Weißen Saal findet man prachtvolle Stuckaturen der Rokokozeit.

Sonderführungen erzählen von der Hochzeit von Graf Eberhard im Bart oder entführen die Besucher in die Zeit der Hofkultur des 18. Jahrhunderts. Ein weitere Attraktion des Schlosses bildet die beeindruckende Schlittensammlung des Landesmuseum Württemberg. Mit ihren 22 Prunkschlitten aus drei Jahrhunderten ist sie die größte Schlittensammlung der Welt.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook